DAS SCHAF, DER WOLF UND DER BÄR
im fünften semester wurde für uns kommunikationsdesigner zum ersten mal ein motion design seminar angeboten. es gab drei aufgaben, dieses ist mein projekt zur dritten aufgabe, der freien animation.
 
um den größtmöglichen lerneffekt aus dem seminar zu ziehen, war mein ziel der freien übung eine 3d-animation in cinema4d zu erstellen. so lag mein fokus vor allem darauf, mich mit der technik auseinander zu setzen, da sich meine erfahrung bisher auf das erstellen und bewegen einfacher grundobjekte beschränkte. dieses seminar bot mir daher die beste gelegenheit, mich in das programm einzuarbeiten.
 
ich entschied mich dazu, ein altes gedicht von gottlieb konrad pfeffel aus dem jahr 1805 zu visualisieren. hierdurch war das
storyboard in einigen aspekten bereits vorgegeben und so konnte ich mich vor allem auf das modellieren, riggen und animieren der drei vierbeiner konzentrieren, was für mich absolutes neuland war. 
bei der grafischen gestaltung entschied ich mich für einen low-poly-look und in der späteren nachbearbeitung für leuchtende neonfarben. diese werden auch in den anderen beiden übungen aufgegriffen und schaffen so einen wiedererkennungswert, der die drei im seminar entstandenen clips miteinander verbindet. 
 
durch die gewählte farbpalette, in verbindung mit dem low-poly-look, wirkt die ästhetik surrealistisch. die umsetzung der umgebung als schwebende insel unterstützt diese fantasiedarstellung zusätzlich.
des weiteren entschied ich mich für eine weibliche sprecherin mittleren alters, da der erzählcharakter dadurch besonders an das vorlesen eines märchens erinnert. so entsteht ein interessanter kontrast zwischen der erinnerung an alte bücher und omas wolldecke sowie der grellen surrealistischen visuellen gestaltung.
 
hier kommt ihr zum finalen video: https://vimeo.com/161275509
DAS SCHAF, DER WOLF UND DER BÄR
Gottlieb Konrad Pfeffel, 1805
 
Ein Schäfchen fraß im bunten Tal;
Da kam ein Wolf heran.
Ihn sah das Schäfchen und befahl
Still seinen Geist dem Pan. 
 
Schon sperrt der Wolf den Rachen auf.
Doch plötzlich wirft ein Bär,
Sein alter Feind, in vollem Lauf
Sich auf den Räuber her.
 
Sie balgen sich; das Schaf gewinnt
Indes die Zeit zu fliehen.
Da heißt es wohl: Zwei Feinde sind
Oft einem vorzuziehen.
Back to Top