WICHTELWERK & KOBOLDKRAM
WICHTELWERK & KOBOLDKRAM
 
Im Rahmen eines Corporate-Design-Seminars im zweiten Semester entstand ein Gestaltungskonzept für den bisher fiktiven, aber in Zukunft durchaus nicht abwegigen Hofladen meiner Mutter.
 
Sie erlernte schon als junges Mädchen viele Arten der Handarbeit. Unter den aufmerksamen Augen meiner Großmutter übte sie
sich im Stricken, Sticken, Klöppeln und Schneidern. Auch in ihrem Erwachsenenleben nutzt meine Mutter jede freie Minute um aktuelle Projekte weiterzuführen.
 
Im Zuge ihres privaten Neuanfangs auf dem Moorhof möchte sie nun einen kleinen Hofladen mit dem klangvollen Namen „wichtelwerk & koboldkram“ eröffnen. In diesem Lädchen wird sie sowohl ihre eigenen Arbeiten verkaufen, als auch Handarbeitskurse in der „werkelschule“ anbieten.
 
Bei der Gestaltung ihres Corporate Designs legte meine Mutter viel Wert auf einen klar erkennbaren Bezug zur Örtlichkeit des Moorhofs sowie zu ihrer Person selbst. Ein Gefühl von Persönlichkeit, Natürlichkeit und Qualität soll vermittelt werden.
In der Typografie legten wir den Fokus auf die Handschrift meiner Mutter. Neben dem Logo werden auch die Seitenzahlen standardmäßig in dieser Schrift gesetzt, ebenso wie Anmerkungen oder Zitate.
 
Als zweite Auszeichnungsschrift entwickelten wir eine Schrift bestehend aus Kreuzchen, in Anlehnung an den Kreuzstich beim Sticken. Diese Stickschrift wird großflächig für Überschriften verwendet.
 
Als Schrift für den Fließtext nutzen wir die Avenir Next. Durch ihre Schlichtheit ergänzt sie die anderen beiden Schriften sehr gut. Sie gibt der Gestaltung die nötige Ruhe, ist gut lesbar, sympathisch und ausgewogen. Durch ihre vielen Schriftschnitte ist sie vielseitig einsetzbar. Ein zusätzliches kleines Plus: der runde i-Punkt passt wunderbar zu den verwendeten Trennpunkten bei Adressangaben.
Das Stickkreuzchen findet nicht nur in der Stickschrift Verwendung, es wird auch als gestalterisches Element eingesetzt.
Es ist im Bereich der Handarbeit bekannt und bietet einen Bezug zum Milieu. Da sich durch viele verschiedene
Kombinationen zahlreiche interessante Muster ergeben, sind diese vielfältig einsetzbar.
 
Als Erweiterung zum Stickkreuzchen werden unter anderem auch Muster aus Punkten und Linien verwendet, die beispielsweise an Perlen oder Gewebe erinnern. Der Bezug zum Thema ist so durch die verwendeten Muster immer gegeben.
 
Die Werbemittel, wie zum Beispiel die Rückseiten der Visitenkarten, werden mit vielen verschiedenen Mustervarianten produziert, wodurch ein dynamisches Erscheinungsbild entsteht.
Für einen natürlichen Look wird das gesamte Design vom Farbton des verwendeten Papiers bestimmt. Ein reines Weiß als zweite Hauptfarbe gibt der Gestaltung Helligkeit und Frische. Texte werden schlicht in Schwarz gehalten, es gibt dem Design den nötigen Kontrast. So wird der Eindruck der Natürlichkeit – welche sowohl die Örtlichkeit, als auch die verwendeten Materialien und auch die Arbeit selbst ausmacht – schon beim Betrachten der Werbemittel geschaffen. 
 
Der Farbeindruck ist für das Auge des Betrachters angenehm und lädt zum Hinsehen ein.
Wir verwenden ein Recyclingpapier aus reinen Naturfasern. Es hat einen warmen Braunton und ist grobfaserig. Dadurch vermittelt es visuell wie haptisch einen natürlichen und angenehmen Eindruck.Ein Großteil der Werbemittel wie zum Beispiel Visitenkarten, Papiertüten, Preisschildchen und Briefumschläge werden aus diesem Material gestaltet. 
 
Bei Bedarf wird zusätzlich mit einem einfachen Sisalbändchen aus Naturfasern gearbeitet, wie es beispielsweise auch bei den Preisschildchen der Fall ist.
Back to Top